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25 Sep 2018

Wir sind es gewohnt, flache Hierarchien zu haben und jeden zu Wort kommen zu lassen

Johannes Kräft ist DevOps-Experte und Systemarchitekt bei der lokalen Dating-App Spotted. Auf der Cloud Expo spricht er über Teamleitung von DevOps-Teams. Das ist auch bei Spotted ein großes Thema, wie er im Interview vorab erzählt.

Informationen zum Vortrag
Titel: TBC
Ort: DevOps, Containers and Blockchain Theater
Zeit: 13.25 - 13.45, Donnerstag 8. Nov
Klicken Sie hier um sich für Ihr kostenloses Ticket zu registrieren

Frage: Spotted wächst mit Erfolg und nutzt DevOps, um Infrastruktur und Prozesse zu optimieren. Woran und wie arbeiten Sie dabei konkret?

Johannes Kräft: Um besser erklären zu können, an was ich arbeite und warum die Situation beim Dating-Start-Up Spotted anders als in anderen Unternehmen ist, möchte ich zunächst unser Produkt erläutern. Nicht immer hat man die Gelegenheit oder den Mut, sofort Kontaktdaten auszutauschen, wenn man an jemandem interessiert ist. An den Universitäten haben sich deshalb Facebook-Seiten gebildet, auf denen mit anonymen Annoncen nach dem Schwarm gesucht werden kann. Spotted wurde vor ungefähr fünf Jahren von meinen Kollegen während ihres Studiums gegründet, um mit Hilfe dieser Seiten Menschen zusammenzubringen, die sich am Campus begegnet sind. Schnell waren jedoch so viele Seiten zu betreuen, dass eine händische Bearbeitung der Gesuche nicht mehr zu bewerkstelligen war. Die Firma entwickelte daraufhin mit schmalem Budget in nur drei Tagen eine Website, über die sich Nachrichten einreichen ließen, damit diese automatisiert auf Facebook-Seiten gepostet werden konnten. Später entstand noch eine App für Smartphones, die heute Kernstück und Hauptprodukt von Spotted ist. Dank der App ist es noch einfacher, Menschen wiederzufinden: Wir erfassen den Standort unserer Nutzer und können damit eine Liste von anderen Nutzern anzeigen, denen man über den Weg gelaufen ist.

Besonder stolz macht uns die Tatsache, dass wir unseren Nutzern helfen, die Liebe ihres Lebens zu finden. Es gibt schon einige Ehen, die nach einer Begegnung auf Spotted geschlossen wurden. Für uns heißt das, dass unsere Systeme so zuverlässig sein müssen, dass keine Begegnung verloren geht und jede Nachricht ihren Empfänger erreicht. Wenn man die Geschichte des Unternehmens betrachtet, verwundert es wahrscheinlich nicht, dass der Fokus zu Anfang nicht unbedingt auf Stabilität, sondern neuen Features und Nutzerwachstum lag. Schnelle Releasezyklen und günstige Infrastruktur waren damals und sind noch immer die einzige Möglichkeit, einen Service anzubieten, der die Nutzer seit jeher in seinen Bann zieht. In den letzten Jahren haben wir gemeinsam unsere technischen Altlasten abgetragen, ohne dabei Abstriche bei Wachstum oder Attraktivität der App zu machen. Hohe Agilität und Flexibilität bei einem gleichzeitig kleinen Team und geringem Budget waren für uns keine Lektion, die wir neu lernen mussten, sondern sind noch immer tief in der DNA der Organisation verwurzelt. Neue Features können wir häufig in weniger als einer Woche releasen. Wenn wir sehen, dass unsere Kollegen aus anderen Abteilungen Schwierigkeiten haben, bauen wir Tools für sie, damit ihre Produktivität steigt und lästige Routineaufgaben schneller erledigt sind. Das ist für mich auch DevOps: Mit den Methoden des Software Engineerings operationelle Probleme zu lösen. 


Frage: Auf der Cloud Expo sprechen Sie über die Führung von schlanken und dynamischen DevOps-Teams. Was kann  das Publikum von Ihrem Vortrag erwarten?

Johannes Kräft: Ich möchte den Zuhörern vermitteln, welchen Schwierigkeiten wir auf unserem Weg ausgesetzt waren und wie das DevOps-Mindset helfen kann, auch unter widrigen Bedingungen ein fesselndes Produkt abzuliefern. Mein Ziel ist es, dass sowohl etablierte Unternehmen als auch Start-Ups das ein oder andere aus dem Vortrag mitnehmen können. Für Start-Ups ist es bestimmt interessant zu sehen, wie wir mit geringem Budget ein Produkt auf die Beine gestellt und uns von Anfang an radikal an Kundenwünschen orientiert haben. Dafür möchte ich auch einen überblick über die Tools und Praktiken geben, die uns geholfen haben und zeigen, aus welchen Fehlern wir gelernt haben. Für etablierte Unternehmen möchte ich einen Einblick in unsere Unternehmenskultur bieten, die von Kundenorientierung und einer Anpacker-Mentalität getrieben ist. Im Wettbewerb um junge und motivierte Mitarbeiter kann es sich heutzutage kein Unternehmen mehr leisten, eine angestaubte Unternehmenskultur aus dem letzten Jahrtausend anzubieten.

 

Frage: Wie groß ist das DevOps-Team von Spotted und wie ist die Organisationsstruktur?

Johannes Kräft: Aktuell sind wir nur eine Handvoll Leute, aber wir planen, in näherer Zukunft das Team noch zu vergrößern. Wir sind es gewohnt, flache Hierarchien zu haben und jeden zu Wort kommen zu lassen. Wenn uns etwas stört, sprechen wir es an. Nur so kann man auch mit wenigen Kollegen ein großartiges Produkt herstellen.

 

Frage: Wo liegen Ihre größten Herausforderungen als Teamleiter und was treibt Sie für diese Aufgabe an?

Johannes Kräft: Die größte Herausforderung ist es, konsequent auf mehrere Ziele hinzuarbeiten. Auf der einen Seite möchten wir so viele neue Features wie möglich umsetzen, aber gleichzeitig nicht die Stabilität des Systems verringern. Häufig muss man deshalb riskieren, etwas Funktionierendes kaputt zu machen, frei nach Facebooks früherem Motto „move fast and break things“. Der unausgesprochene Teil dieses Spruchs ist aber, dass man hinterher das Zerbrochene wieder zu reparieren hat. Um solche Schäden frühzeitig zu erkennen, neue Features quantitativ zu bewerten und noch schneller neue Features releasen zu können, setzen wir auf einige bewährte Tools. Der Antrieb dahinter ist stets derselbe: Wir helfen unseren Nutzern, die Liebe ihres Lebens zu finden. Dafür geben wir alles und sowohl die angenehme Arbeitsatmosphäre als auch die vielen Erfolgsgeschichten geben uns viel zurück.

 

Frage: Wie schätzen Sie die Bedeutung von DevOps heute und in der Zukunft ein?

Johannes Kräft: Ich glaube, dass sich in Zukunft kaum noch einer den Methoden und Best Practices der DevOps-Kultur entziehen kann. Agilität beeinflusst nicht nur bei Start-Ups entscheidend den Unternehmenserfolg, das haben mittlerweile viele erkannt. Häufig habe ich jedoch das Gefühl, dass IT-Entscheider von den Segnungen des DevOps hören und denken, dass sich dieses Mindset über Nacht in bestehende Strukturen integrieren lässt. Ellenbogenmentalität und Ressortdenken passen in keine Organisation, aber am wenigsten passen sie zu DevOps. Ein großer Teil der gewonnenen Agilität beruht darauf, dass man das Risiko eingeht, Fehler zu machen. Falls Fehler gemacht werden, muss man gemeinsam konstruktiv an einer schnellen Lösung arbeiten und für die Zukunft sicherstellen, dass derselbe Fehler nicht zweimal auftritt. DevOps hilft, dass man seine eigenen Fehler nicht auf Kollegen abwälzen kann. Wer wegen eines Fehlers bereits eine Nachtschicht machen musste, wird in Zukunft eher darauf achten, robustere Software abzuliefern. Das Verantwortungsgefühl für die eigene Arbeit führt dazu, dass man sich auch mehr mit dem eigenen Produkt identifiziert und proaktiv versucht, es noch besser zu machen. Das kommt am Ende jedem Stakeholder zugute.

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  • „Ich komme schon viele Jahre zur Ihren Messen und auch dieses Jahr wurde wieder eine große Auswahl an Vorträgen angeboten, deren Vielschichtigkeit ich sehr wertvoll finde. Man nimmt hier so viele Gedankenanstöße und Impulse mit.“
    Ergo Direkt - Speaker Generation Systems
  • „Insgesamt fand ich die TechWeek sehr informativ und ich würde auch nächstes Jahr wieder teilnehmen. Mein Ziel ist es den Markt etwas zu evaluieren und mir die Anbieter anzusehen. Aber auch die Vorträge fand ich sehr interessant bezüglich neuester Technologien, vor allem um Ideen für die eigene Umsetzung zu sammeln.“
    MDM Deutsche Münze - Head of BI
  • „Auf der TechWeekl können wir gezielt und branchenbezogen Kunden ansprechen und auf diesem Weg ist es natürlich einfacher den Kontakt zum Kunden zu suchen. Für mich ist die TechWeek cool, laut und speziell.“
    Cubeware
  • „Ich finde es sehr überraschend, dass es so breit aufgestellt ist, vor allem, weil ich ohne Erwartungen hierher gekommen bin. Ich habe einen Business Intelligence und Devops Hintergrund und habe hier glücklicherweise viele spannende und für mich relevante Stände entdeckt.“
    Project Manager - Siemens
  • „Die TechWeek ist innovativ, visionär und neuartig. Man kriegt einen Blick in die Zukunft und denkt mit einer gewissen Offenheit.“
    Aviationscouts GmbH - IT Consultant
  • Ich bin schon länger in der Branche unterwegs und kenne mich dadurch natürlich gut aus. Alle, die im Bereich Technologie unterwegs sind und im Markt was zu sagen haben, sind auf der Tech Week vertreten.
    TechTarget GmbH - Sales Director
  • Die TechWeek ist innovativ, gelungen und international. Mann könnte sagen, sie ist eine Art Klassentreffen in der Technologiebranche.
    Corning Optical Communications GmbH & Co. KG - Key Account Manager
  • Wir sind schon seit Jahren dabei und haben auch dieses Jahr natürlich nicht verpasst. Wir treffen hier auf unsere Kunden und Neuinteressenten und treiben auch unsere Produktentwicklung voran.
    1&1 IONOS - Senior Commercial Product Manager
  • Die Messe wird von einem guten Publikum besucht und es werden viele unterschiedliche aber eben auch relevante Themen angesprochen. Für uns ist sehr wichtig, dass Entscheidungsträger anwesend sind mit denen wir interagieren können. Dafür ist die Messe besonders gut geeignet.
    TeamViewer GmbH - Senior Product Marketing Manager Enterprise
  • Wir stellen in ganz Europa auf der TechWeek aus und sind jahrelanger Partner, deshalb sind wir auch dieses Jahr dabei. Die TechWeek zieht ein gutes Publikum an und das war auch immer in den letzten Jahren so. Wir haben hier einen schönen Stand, es ist ein gutes Programm und viele Vorträge.
    NTT Communications - Marketing Director