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22 Mar 2018

Interview mit Dr. Torsten Hecke von der Techniker Krankenkasse

Big Data spielt für Krankenkassen eine immer wichtigere Rolle. Die Technik sei unverzichtbar, um die Versorgungsqualität der Bevölkerung zu verbessern und „eHealth“ voranzutreiben. Diesem Sektor wird in den nächsten Jahren ein enormes Wachstumspotenzial beschieden. Dr. Torsten Hecke von der Techniker Krankenkasse erläutert, wer alles davon profitiert und wie es mit dem Datenschutz aussieht.

Frage: Was sind Ihre Aufgaben, und warum wurde von der Techniker Krankenkasse eine solche Position geschaffen?

Dr. Torsten Hecke: Die TK hat bereits sehr früh erkannt, dass Daten die Basis für geschäftsbereichsübergreifende unternehmensrelevante Erkenntnisse sind. Sie sind damit zukunftsgerichtete Grundlage nicht nur für die Entwicklung von Versorgungsangeboten, sondern auch von Entwicklungsstrategien der TK. Versorgungsangebote können verbessert oder neu entwickelt, Geschäftsprozesse angepasst werden.

Frage: Wie kommt die Techniker Krankenkasse eigentlich an die Daten ihrer Kunden und um was für Daten handelt es sich?

Dr. Torsten Hecke: Die TK erhält –  wie gesetzlich definiert – die Daten von Leistungserbringern (z.B. ärzten, Krankenhäusern, Apotheken).

Frage: Oft wird im Rahmen von Big Data und Krankenkassen auch von einer verbesserten Betrugserkennung gesprochen? Was steckt dahinter?

Dr. Torsten Hecke: Durch moderne Methoden der Mustererkennung können Auffälligkeiten zum Beispiel bei der Inanspruchnahme von Leistungen oder bei der Abrechnung ermittelt und dadurch Verdachtsmomente für Betrugsfälle generiert werden. Wir entwickeln hierfür mit Erfolg smarte Analyseverfahren.

Frage: Big Data ist bei Versicherten aber auch mit ängsten verknüpft. Wie transparent sind Patienten heutzutage wirklich? Und was entgegnen Sie solchen Vorbehalten?

Dr. Torsten Hecke: Sozialdaten sind besonders geschützt, der Gesetzgeber setzt zu Recht enge Begrenzungen für die Verwendung von Sozialdaten. So arbeiten wir ausschließlich mit pseudonymisierten und anonymisierten Daten, das heißt unsere Data Scientists betrachten ausschließlich Teilpopulationen –  beispielsweise alle Personen mit einer Blutzuckererkrankung –   und niemals Einzelpersonen.

Frage: Wo sollte der Gesetzgeber Ihrer Meinung nach eine Grenze ziehen, wenn es um die Anwendung von Big Data im Gesundheitswesen geht?

Dr. Torsten Hecke: Der Wirkkreis von (Big Data-) Analysen ist zum Schutze der Persönlichkeitsrechte eindeutig geregelt. Da die Digitalisierung auch im Gesundheitswesen mit hoher Geschwindigkeit voranschreitet und bei diesen Prozessen stets Daten entstehen, sollte der Gesetzgeber Regelungen treffen, welche gesundheitsbezogenen oder von Bürgern selbst generierten Daten, zum Beispiel vom IoT, Trackern, Sensoren, Daten aus Bildgebung und Diagnostik, ebenfalls als besonders schützenswerte Sozialdaten angesehen werden.

Frage: Welche Big-Data-Anwendungen würden Sie gerne in Zukunft in der Regelversorgung des deutschen Gesundheitssystems sehen und warum?

Dr. Torsten Hecke: Grundsätzlich vertritt die TK die Ansicht, dass Versicherte Herr ihrer Daten sein sollen. Big Data-Anwendungen kommen demnach nur zur Anwendung, wenn der beziehungsweise die Versicherte dies ausdrücklich wünscht. Die Anwendungen sollten zur Herstellung von Transparenz für die Versicherten über ihre eigenen Gesundheitsdaten und über Versorgungsangebote dienen, beispielsweise Medikamentenwechselwirkungen, Ablage von Dokumenten wie Impfpass, komplexe Analytik, sowie gegebenefalls der grafischen Aufbereitung und versichertenverständlichen Erläuterung der Ergebnisse dienen. Projekte der vergangenen Jahre, in denen Patienten auf Wunsch eine Aufstellung von medizinischen Leistungen und abgegebenen Medikamenten erhielten und diese Aufstellung beim nächsten Arztbesuch nutzten, zeigt, dass eine Transparenz auch für alle an der Behandlungskette beteiligten Leistungserbringer von großem Nutzen wäre.

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  • „Ich komme schon viele Jahre zur Ihren Messen und auch dieses Jahr wurde wieder eine große Auswahl an Vorträgen angeboten, deren Vielschichtigkeit ich sehr wertvoll finde. Man nimmt hier so viele Gedankenanstöße und Impulse mit.“
    Ergo Direkt - Speaker Generation Systems
  • „Insgesamt fand ich die TechWeek sehr informativ und ich würde auch nächstes Jahr wieder teilnehmen. Mein Ziel ist es den Markt etwas zu evaluieren und mir die Anbieter anzusehen. Aber auch die Vorträge fand ich sehr interessant bezüglich neuester Technologien, vor allem um Ideen für die eigene Umsetzung zu sammeln.“
    MDM Deutsche Münze - Head of BI
  • „Auf der TechWeekl können wir gezielt und branchenbezogen Kunden ansprechen und auf diesem Weg ist es natürlich einfacher den Kontakt zum Kunden zu suchen. Für mich ist die TechWeek cool, laut und speziell.“
    Cubeware
  • „Ich finde es sehr überraschend, dass es so breit aufgestellt ist, vor allem, weil ich ohne Erwartungen hierher gekommen bin. Ich habe einen Business Intelligence und Devops Hintergrund und habe hier glücklicherweise viele spannende und für mich relevante Stände entdeckt.“
    Project Manager - Siemens
  • „Die TechWeek ist innovativ, visionär und neuartig. Man kriegt einen Blick in die Zukunft und denkt mit einer gewissen Offenheit.“
    Aviationscouts GmbH - IT Consultant
  • Ich bin schon länger in der Branche unterwegs und kenne mich dadurch natürlich gut aus. Alle, die im Bereich Technologie unterwegs sind und im Markt was zu sagen haben, sind auf der Tech Week vertreten.
    TechTarget GmbH - Sales Director
  • Die TechWeek ist innovativ, gelungen und international. Mann könnte sagen, sie ist eine Art Klassentreffen in der Technologiebranche.
    Corning Optical Communications GmbH & Co. KG - Key Account Manager
  • Wir sind schon seit Jahren dabei und haben auch dieses Jahr natürlich nicht verpasst. Wir treffen hier auf unsere Kunden und Neuinteressenten und treiben auch unsere Produktentwicklung voran.
    1&1 IONOS - Senior Commercial Product Manager
  • Die Messe wird von einem guten Publikum besucht und es werden viele unterschiedliche aber eben auch relevante Themen angesprochen. Für uns ist sehr wichtig, dass Entscheidungsträger anwesend sind mit denen wir interagieren können. Dafür ist die Messe besonders gut geeignet.
    TeamViewer GmbH - Senior Product Marketing Manager Enterprise
  • Wir stellen in ganz Europa auf der TechWeek aus und sind jahrelanger Partner, deshalb sind wir auch dieses Jahr dabei. Die TechWeek zieht ein gutes Publikum an und das war auch immer in den letzten Jahren so. Wir haben hier einen schönen Stand, es ist ein gutes Programm und viele Vorträge.
    NTT Communications - Marketing Director