TechWeek News

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05 Oct 2018

Herr Professor, Sie sind seit 2012 Vorsitzender einer Expertengruppe im Rahmen des „Digital-Gipfels“ der Bundesregierung.

Die Kanzlerin hat ja bereits vor zwölf Jahren den „IT-Gipfel“ ins Leben gerufen. 2012 hat das Wirtschaftsministerium erkannt, dass intelligente Systeme immer wichtiger werden, unter anderem in der Medizin, und die Expertengruppe „Intelligente Gesundheitsnetze“ gebildet. Sie setzt sich aus Experten aus Wirtschaft, Forschung und Politik zusammen. Ich übernahm den Vorsitz gemeinsam mit Prof. Dr. Gernot Marx vom Universitätsklinikum der RWTH Aachen. Wir beobachten aktuelle technologische Entwicklungen und erarbeiten Vorschläge zur Nutzung im Gesundheitswesen.

Informationen zum Vortrag
Titel: KI im Gesundheitswesen: Chancen und Risiken für Patienten und Heilberufler
Ort: Big Data World Keynote
Zeit: 13.05 - 13.30, Donnerstag 8. Nov
Klicken Sie hier um sich für Ihr kostenloses Ticket zu registrieren

Was konnten Sie in den vergangenen sechs Jahren erreichen?
Ein Riesenthema, das wir jahrelang hervorgehoben haben, ist die Interoperabilität der Systeme. In der Vergangenheit gab es da große Probleme. Dank der Bemühungen vieler Akteure, zu denen auch unsere Gruppe zählt, haben wir in den letzten Jahren Standardisierungsbemühungen gesehen und eine vermehrte Nutzung internationaler Schnittstellenstandards. Und auch der Gesetzgeber hat reagiert.

 

Der Einsatz von KI-Systemen wird immer relevanter. Ist Deutschland gut aufgestellt?
Ich sehe sehr große Vorteile durch den Einsatz der Technik. Deutschland muss meines Erachtens die Entwicklung fördern und sich engagieren. China hat ja bereits angekündigt, dass es die führende KI-Macht werden möchte. Deutschland sollte da nicht zurückstehen und es ist gut, dass die Bundesregierung den Bedarf erkannt hat. Die demografische Schere geht weiter auseinander. Wenn wir die langfristige medizinische Versorgung aller sichern wollen, kommen wir um den technischen Fortschritt nicht herum.

 

Schon heute gibt es mehrere Hunderttausend Apps in den Rubriken „Medizin“ und „Gesundheit und Fitness“…
Das ist ein wichtiges Thema für uns, denn die Qualität dieser Apps ist sehr unterschiedlich. Einige sind von zweifelhafter Qualität, liefern sogar falsche Ergebnisse und schaden eventuell dem Nutzer. Für das neue Gebiet der künstlichen Intelligenz stellen sich daher einige Fragen: Wer stellt die Qualität der medizinischen KI-Systeme sicher? Kann jetzt jeder Hersteller seine eigenen Standards definieren? Wie stelle ich sicher, dass ein System, das Therapieempfehlungen macht, nicht interessengruppengesteuert ist? Ich bin grundsätzlich sehr für den Einsatz neuer Technologien, aber man muss gerade im Gesundheitswesen zum Schutze der Patienten Qualitätsstandards für die Zulassung definieren.

 

Die hohen Datenschutzhürden in Deutschland werden oft ins Feld geführt, wenn man von Hemmnissen bei der Verarbeitung von Patientendaten hört.
Man braucht vernünftige Trainingsdaten für die KI-Systeme, die selbstverständlich anonymisiert werden sollten. Aber wenn ich genügend Daten habe, kann ich eventuell trotzdem Rückschlüsse auf die Person ziehen. Das darf man natürlich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es ist immer eine Gratwanderung: Datenschutz ist wichtig, wenn man aber nicht genug Daten hat, kann man die Systeme nicht optimieren.

Was ich an der Diskussion interessant finde, ist, dass Datenschutz fast immer nur von gesunden Menschen hochgehalten wird, währende chronisch Kranke sehr offen dafür sind, ihre Daten mit allen Behandlern zu teilen, in der Hoffnung, dass ihnen geholfen werden kann. Außerdem scheint Datenschutz immer ein beliebtes Argument von Leuten zu sein, die Technik verhindern wollen. „Es ist nicht sicher genug“ ist ein Totschlagargument, das man gar nicht großartig begründen muss. Deutschland ist diesbezüglich im Vergleich mit fast allen anderen Ländern besonders sensibel. Ausreichender Schutz medizinischer Daten ist sehr wichtig, sollte aber nicht auf Kosten der Behandlungsqualität gehen.

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Testimonials

  • „Ich komme schon viele Jahre zur Ihren Messen und auch dieses Jahr wurde wieder eine große Auswahl an Vorträgen angeboten, deren Vielschichtigkeit ich sehr wertvoll finde. Man nimmt hier so viele Gedankenanstöße und Impulse mit.“
    Ergo Direkt - Speaker Generation Systems
  • „Insgesamt fand ich die TechWeek sehr informativ und ich würde auch nächstes Jahr wieder teilnehmen. Mein Ziel ist es den Markt etwas zu evaluieren und mir die Anbieter anzusehen. Aber auch die Vorträge fand ich sehr interessant bezüglich neuester Technologien, vor allem um Ideen für die eigene Umsetzung zu sammeln.“
    MDM Deutsche Münze - Head of BI
  • „Auf der TechWeekl können wir gezielt und branchenbezogen Kunden ansprechen und auf diesem Weg ist es natürlich einfacher den Kontakt zum Kunden zu suchen. Für mich ist die TechWeek cool, laut und speziell.“
    Cubeware
  • „Ich finde es sehr überraschend, dass es so breit aufgestellt ist, vor allem, weil ich ohne Erwartungen hierher gekommen bin. Ich habe einen Business Intelligence und Devops Hintergrund und habe hier glücklicherweise viele spannende und für mich relevante Stände entdeckt.“
    Project Manager - Siemens
  • „Die TechWeek ist innovativ, visionär und neuartig. Man kriegt einen Blick in die Zukunft und denkt mit einer gewissen Offenheit.“
    Aviationscouts GmbH - IT Consultant
  • Ich bin schon länger in der Branche unterwegs und kenne mich dadurch natürlich gut aus. Alle, die im Bereich Technologie unterwegs sind und im Markt was zu sagen haben, sind auf der Tech Week vertreten.
    TechTarget GmbH - Sales Director
  • Die TechWeek ist innovativ, gelungen und international. Mann könnte sagen, sie ist eine Art Klassentreffen in der Technologiebranche.
    Corning Optical Communications GmbH & Co. KG - Key Account Manager
  • Wir sind schon seit Jahren dabei und haben auch dieses Jahr natürlich nicht verpasst. Wir treffen hier auf unsere Kunden und Neuinteressenten und treiben auch unsere Produktentwicklung voran.
    1&1 IONOS - Senior Commercial Product Manager
  • Die Messe wird von einem guten Publikum besucht und es werden viele unterschiedliche aber eben auch relevante Themen angesprochen. Für uns ist sehr wichtig, dass Entscheidungsträger anwesend sind mit denen wir interagieren können. Dafür ist die Messe besonders gut geeignet.
    TeamViewer GmbH - Senior Product Marketing Manager Enterprise
  • Wir stellen in ganz Europa auf der TechWeek aus und sind jahrelanger Partner, deshalb sind wir auch dieses Jahr dabei. Die TechWeek zieht ein gutes Publikum an und das war auch immer in den letzten Jahren so. Wir haben hier einen schönen Stand, es ist ein gutes Programm und viele Vorträge.
    NTT Communications - Marketing Director