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Event News

„In zehn Jahren werden virtuelle Assistenten Normalität sein“

02 October 2018

Auf der Cloud Expo Frankfurt wird Matthias Biniok über spannende KI-Lösungen in diversen Industriezweigen referieren. Der Informatiker und IT-Manager leitet für IBM Watson das Projekt CIMON. Über seine Arbeit und den Vortrag berichtet er in diesem Interview.

Informationen zum Vortrag
Titel: From Trash to Space Station - Supporting AI Solutions across Industries
Ort: Digital Transformation Keynote Theater
Zeit: 10.15 - 10.40, Donnerstag 8. Nov
Klicken Sie hier um sich für Ihr kostenloses Ticket zu registrieren

Frage: Bei IBM Watson sind Sie hauptverantwortlich für CIMON – ein Projekt, das autonom freifliegende Roboter mit Künstlicher Intelligenz auf eine Raumstation schicken will. Wie wollen Sie das realisieren und bis wann soll das der Fall sein?

Matthias Biniok: CIMON steht für Crew Interactive Mobile companiON, also einen interaktiven, mobilen Crew-Assistenten für die Internationale Raumstation ISS und wurde von Airbus und IBM für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt. CIMON ist ein autonom frei fliegender Roboter in der Form einer Kugel, der die Astronauten bei ihren täglichen Aufgaben und wissenschaftlichen Experimenten mit künstlicher Intelligenz unterstützen soll. Wir sind derzeit in der Endphase des Projekts: CIMON wurde im Juni 2018 mit einer Rakete von SpaceX auf die ISS geschickt und wartet auf seinen ersten Einsatz Ende des Jahres.

 

Frage: Wodurch wurde Ihre Leidenschaft für Künstliche Intelligenz und damit verbundene Möglichkeiten geweckt?

Matthias Biniok: Während meines Grundstudiums habe ich mich das erste Mal mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt und war fasziniert von der Möglichkeit, Menschen bei verschiedensten Aufgaben durch intelligente Systeme zu unterstützen. Nach und nach wurde aus Interesse eine Leidenschaft und ich begann, mich tiefer ins Thema einzuarbeiten. Dadurch kam ich letztendlich an eine Stelle bei IBM Watson (die KI-Abteilung von IBM), wo ich jeden Tag vor neue Herausforderungen und Anwendungsfälle mit KI gestellt werde - was mir sehr viel Spaß macht.

 

Frage: Auf der Cloud Expo werden Sie über den Einsatz von KI in der Industrie sprechen. Welche Praxis-Beispiele liegen Ihnen dabei besonders am Herzen und warum?

Matthias Biniok: Grundsätzlich sind mir in der KI die Beispiele am wichtigsten, die eine ganz neue Partnerschaft zwischen Mensch und Maschine formen. Neben dem Bereich der virtuellen Assistenten beschäftige ich mich viel mit automatisierter Bilderkennung und Emotionsanalysen. Anwendungsfälle wie CIMON, die all diese Aspekte verbinden, also den Menschen unterstützen, emotional reagieren können und nicht nur sprachlichen, sondern beispielsweise auch bildlichen Input verarbeiten können, liegen mir daher besonders am Herzen.

 

Frage: Welche KI-Technologien sind heute am weitesten verbreitet und in welchen Branchen sind sie zu finden?

Matthias Biniok: Zu den Top-Anwendungsfällen von KI-Technologien zählen zurzeit virtuelle Assistenten und Chatbots, da diese einen einfachen Einstieg ist das komplexe Thema KI darstellen. Weiterhin gibt es je nach Industrie viele Fälle rund ums Thema „Predictive“ (Predictive Maintenance, Predictive Analytics, ...), also das „Voraussagen“ von Werten, Fehlern, etc. Einige Unternehmen haben bereits das Thema Bilderkennung entdeckt, um zum Beispiel Schäden automatisiert zu analysieren. Außerdem sind auch immer wieder Anwendungsfälle im Bereich Intelligente Suche und Textanalyse zu finden. Grundsätzlich kann man sagen, dass KI in jeder Industrie Einzug hält und das Potenzial noch nicht einmal im Ansatz ausgeschöpft ist.

 

Frage: Welche Rolle wird KI in zehn Jahren im Alltag der Menschen und als Wirtschaftsfaktor spielen?

Matthias Biniok: Meiner Meinung nach wird KI nach und nach als völlig normal angesehen und vor allem vom Menschen vorausgesetzt werden. So wie heute fast jeder ein Handy hat und voraussetzt, dass man quasi immer Zugriff auf das Internet hat, werden in zehn Jahren virtuelle Assistenten Normalität sein, sodass es auffallen wird, wenn sie in Produkten fehlen. Auch glaube ich, dass wir noch einige Durchbrüche in der KI erwarten können, die immer intelligentere Systeme hervorbringen. Im Unternehmen wird KI langsam aber sicher alle Bereiche durchdringen und als Erweiterung der menschlichen Intelligenz eingesetzt werde. Wir als IBM setzen uns dafür ein, dass künstliche Intelligenz fair und transparent für den Benutzer ist und wir als Menschen immer die Entscheidungshoheit behalten.

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